Blick an Meer

Unsere Mutter-Kind-Kur ist jetzt schon über 8. Wochen her und es ist Zeit, dass ich ein bisschen darüber berichte. Ich fange einfach mal ganz von vorne an.

Mir wurde schon von vielen Mamas zur Mutter-Kind-Kur geraten und somit nahm ich mein „Glück“ selbst in die Hand, rief bei meiner Krankenkasse an und fragte einfach nach. (das war ca. im Mai 2018) Die nette Frau am Telefon sagt, dass sie gleich alle Unterlagen fertig macht und mir alles zuschickt. 2 Tage danach hatte ich Post im Briefkasten, damit bin ich dann zum Hausarzt und unserem Kinderarzt, die haben mir alles ausgefüllt und an die Krankenkasse weitergeleitet. Nachdem alles geprüft wurde, hatte ich ein paar Tage später die Bescheinigung zur Mutter-Kind-Kur in der Hand und durfte mir aus gefühlt 50 Kliniken, die mit der Viactiv zusammenarbeiten, eine aussuchen. Ich habe mich auf Anhieb und ich kann nicht genau sagen warum, in die Ostsee-Kurklinik Fischland verliebt. Trotzdem habe ich noch 2 andere Häuser in der engeren Wahl gehabt. Am Schluss hat aber die erste gewonnen und darüber bin ich sehr froh. Wir haben dort nur gute Erfahrungen gemacht.

Die Mädels und ich sind am 24.4, nach über 10 Stunden mit der Bahn endlich in Ribnitz-Damgarten angekommen, von dort aus wurden wir mit einem Shuttlebus nach Wustrow gefahren. Die komplette Reise war angenehm und wirklich entspannend. (Ich hatte so Angst vor dieser langen Fahrt) Nilah war die ganze Fahrt über hellwach bis 15 Minuten vor Endstation. 🙂

Endlich angekommen ging es gleich zum Strand!

Mutter und Tochtern am Strand selfie.


Ich habe mich so gefreut endlich ganz viel Zeit mit Eliana und Nilah verbringen zu können. Es ist einfach super schwer neben einem Vollzeit Job, Haushalt und was sonst noch so ansteht die nötige Zeit für die Kinder aufzubringen. Also ich schaffe es nicht all dem gerecht zu werden und der Spagat ist unglaublich schwer und belastend für mich. Aber genau deshalb war ich ja dort.

Die Klinik

Ostsee Kurklinik Fischbad Wustrow Eingang

Die Ostsee Kur Klink Fischland liegt im süßen Ort Wustrow auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommer. Das Kurhaus ist 2 Minuten Fußweg vom wunderschönen Sandstrand entfernt.

Die Aufnahme verlieft ohne Probleme und wir wurden gleich sehr herzlich willkommen. Uns wurde die Klinik gezeigt und alles Wichtige für den nächsten Tag kurz angesprochen, danach durften wir auf unser Zimmer. Die Koffer standen schon bereit, da ich diese vorher mit Hermes vorgeschickt habe (das war eine richtige Erleichterung so ganz ohne Koffer zu Reisen) kann ich nur jedem empfehlen. Wir hatten ein frisch renoviertes Zwei-Raum-Apartment im Erdgeschoss direkt neben der Teeküche. Das war einfach perfekt.

Für Angehörige die länger bleiben wollen, gab es außerhalb des Klinikgebäudes schöne Familienquartiere mit Küchenzeile und Terrasse.

Eliana ist natürlich gleich das große Schwimmbad aufgefallen, in dem wir dann auch fast täglich waren. Neben dem Schwimmbad gab es noch ein Saunabereich mit 2 unterschiedlichen Trockensaunen und einem schönen Ruhebereich.

Ich habe mich über den Fitnessraum gefreut, in dem ich in Ruhe mein Sport machen konnte. Es gab für die Kinder ein großer Spielplatz auf dem Gelände und ein kleiner Indoor – Spielplatz neben dem Speisesaal.

Verpflegung

Tische in Canteen. Ostsee Kurklinik Fischbad Wustrow

Die Mahlzeiten wurden zusammen im großen Speisesaal eingenommen. Am ersten Abend wurde uns einem Tisch zugeteilt, an dem wir die nächsten 3 Wochen mit einer anderen Mama und ihren beiden Jungs saßen. Es wurden geschaut, dass die Kinder, die an einem Tisch sitzen zusammen in die gleiche Kindergartengruppe gehen. Wir haben uns vom ersten Tag an sehr gut verstanden und auch vieles zusammen unternommen.

Das Abendbrot war reichlich und echt lecker, für jeden Geschmack etwas dabei, ein Salatbuffet und eine Suppe oder Eintopf. Wir durften dann noch unsere Mittagessen für die nächste Woche auswählen (Mittagessen wurde von 11:45-12:45 Uhr serviert). Es gab 3 Gerichte zur Auswahl plus Nachtisch. Ich habe für Nilah immer 1/2 Portion bestellt und das war ausreichen, wenn es aber nicht gereicht hat, durfte man sich noch Nachschlag holen. 🙂 Abendbrot gab es von 17:00-18:30 Uhr.

Menu an Tisch in Cafeteria

Das Frühstück war ebenfalls super lecker und von allem etwas dabei.
Kaffee stand immer auf dem Tisch, Saft, Milch, Kaba oder Tee konnte man sich am Buffet holen. Die Frühstückszeiten waren von 7:30-9:00 Uhr. An Sonntagen gab es sogar ein Brunch, man konnte von 7:30-12:30 Uhr Frühstücken und ab 11:30 Uhr gab es noch 2 verschiedene warme Gerichte auf dem Buffet.

Mineralwasser gab es zu jeder Mahlzeit und in der Klinik gab es Wasserspender mit stillem oder spritzigem Wasser, an denen man sich rund um die Uhr Wasser zapfen konnte. Also wir waren immer bestens versorgt.

Im Eingangsbereich gab es ein kleines Bistro in dem es verschiedene Getränke, Heißgetränke, Eis, Waffeln, Kuchen usw. und abends auch leckere Cocktails gab 

Therapie

Nach meinem Arztgespräch wurde mein Therapieplan erstellt. Bei Gespräch wurde nach meinen Beschwerden, die Gründe warum ich zur Kur bin und auf meine eigenen Wünsche und Vorstellung einer Mutter-Kind-Kur eingegangen.

Für die nächsten 3 Wochen standen für mich Ernährungsberatung, Sporttherapie, Klimatherapie, Massage, Krankengymnastik, Progressive Muskelspannung, Idogo, Rückenfit, Faszien Training, Aquafitness und Gespräche mit der Psychologin auf dem Plan.

Zusätzlich zum eigenen Therapieplan wurden noch freiwillige Sachen angeboten, die dann außerhalb der Therapie möglich waren. Das Angebot war wirklich sehr umfangreich. Angebote mit Kindern zusammen, nur für Kinder oder auch nur für Mamas (ich sag immer Mamas, aber Papas waren auch einige da) 

Die Ärzte und Therapeuten waren alle super nett und ich habe mich richtig wohl gefühlt. Es gab keine Therapiezeit, die ich nicht genossen habe. Am meisten hat mir aber die Sporttherapie gefallen, ich wurde dadurch wieder motiviert zuhause Sport zu machen und habe mir gleich die BONROB Tube Bänder bestellt (die Bänder kann ich nur empfehlen, laut Sporttherapeut müssen es auch nicht die teuren sein) und bei Gymondo angemeldet.

Freizeit

Das Wochenende war zur freien Verfügung wobei es immer Angebote und Ausflüge gab, bei denen man sich anmelden konnte wie zum Beispiel der Ausflug zu Karls Erlebnis Hof. (natürlich kostenpflichtig) Wir waren an den Wocheneden immer im schönen Städtchen Wustrow und natürlich am Strand.

In Wustrow gib es alles was man so braucht und alles zu Fuß erreichbar. (Was ich vermisst habe war ein Drogeriemarkt)

Kinderbetreuung

Eingewöhnung gib es in einer Mutter-Kind-Kur nicht.

Nilah war in der Mövengruppe und Eliana in der Seesterngruppe. Ich hatte in beiden Gruppen ein Kennenlerngespräch mit den Erzieherinnen und Lehrerinnen, die alle sehr nett waren und die Kinder ganz liebevoll aufgenommen haben. Eliana’s erster Tag war, wie sie sagte, komisch da sie niemand kannte, aber das sah am nächsten Tag schon ganz anders aus und gefühlt war dann ihre ganze Gruppe ihre Freunde. Bei Nilah waren die ersten 2 Tage super und Montags kippte bei ihr die Stimmung und sie wollte nicht in den Kindergarten. Sie hat für ein paar Tage geweint und dann war alles wieder gut.

Mädchen Nordicwalking

Bei Eliana gab es ein Schulsaal und für die Zeit nach dem Unterricht einen großen Gruppenraum.

Nilah hatte einen sehr süßen Gruppenraum genau wie in einer normalen Kita auch. Die Kinder waren morgens bei jedem Wetter draußen, was ich großartig fand.

Kinderbetreuung war von 8:00 – 12:30 Uhr und von 14:00 – 16:00 Uhr und natürlich währen der Therapiezeit nach 16:00 Uhr. Die Kinder haben zusammen mit ihren Mamas zu Mittag gegessen und ihren Mittagsschlaf im Zimmer gemacht.

Fazit

Die Kur hat uns 3 so gutgetan und wir haben uns richtig vom Alltagsstress erholen können. Ich werde auf jeden Fall wieder eine Kur beantragen. Eine Mutter-Kind-Kur steht einem alle 4 Jahre zu in manchen Fällen sogar alle 2 Jahre.

Ich werde mir auch keine andere Klinik aussuchen da ich hier so zufrieden war und es für uns perfekt war.
Natürlich hat einen der Alltag zu Hause ganz schnell wieder, aber ich versuche täglich an mir zu arbeiten.

Ich bin immer noch motiviert und machen 3 Mal die Woche mein Sportprogramm. Eine Fazienrolle habe ich mir auch bestellt und Progressive Muskelspannung ist ein Teil meines Alltags geworden

Die 3 Wochen vergingen wie im Flug, und am 15.5 hiss es dann auf wiedersehen.

Wunderschöner Sonnenuntergang am Strand